Meyer – Ahugahagahu

Meyerrock vunne Waterkant melden sich diesen Herbst mit ihrem zweiten Album zurück. Bereits im letzten Jahr hatte man zur Weihnachtszeit der Titeltrack „Ahugahagahu“ veröffentlicht. Danach wurde es wieder lange still um die Band und man fragte sich, wann denn nun endlich das neue Album käme. Doch das warten hat seit dem 12.10.2018 glücklicherweise sein Ende gefunden und die Platte steht seit dem 12ten Oktober in den Läden. Das Debüt „Absolute Härte“ war teilweise durchwachsen, doch bereits dort zeichnete sich ab, welche Qualität letztendlich in dem nordischen Quartett steckt. Diese wird auf „Ahugahagahu“ nun richtig ausgekostet und somit ist die Findungsphase, wie auch deutlich auf dem Album hörbar, längst vorbei. Texte, Sound und Riffing haben eine gewisse Reife erlangt. Meyer sind mittlerweile echter Rock’n’Roll mit Charme und einer guten Prise Humor. Bereits der Titeltrack „Ahugahagahu“ ist so herrlich bekloppt, das er einfach nur wieder geil ist. Auf den Namen muss man auch erst einmal kommen. Inhaltlich wird auf sehr ironischer Art und Weise, eine Schwärmerei unter Steinzeitmenschen beschallt. Vorallem haben die Jungs das Tempo und die Härte nochmal angezogen, was ihnen mehr als gut zur Gesicht steht und in „Kreidler flott“ erstmals richtig zur Geltung kommt. „Transfinanziell“ überzeugt mit schweren Riffs und fettem Groove. Anschließend hauen Meyer auch noch richtige Ohrwürmer heraus. Bei „Amanda“ wippt man automatisch mit und „Satz mit X“ entpuppt sich als grandiose Bluesrock Scheibe mit Hit Potenzial. „Paulidschungel“ und „Kein Problem“ lassen zusätzlich noch die Kniescheiben wackeln. Amüsant wirds nochmal mit „Rocker bluten nach innen“, weil wir selbstverständlich für alles andere zu hart sind. 😉 Zum Doktor rennt kein Rocker hin – herrlich. Geile Nummer!
Für den Rausschmeißer haben sich Meyer dann nochmal ein besonderes, irrwitzig absurdes Schmankerl einfallen lassen. „Der Blonde Hans“ ist ein quasi ein knapp 10minütiges Rock’n’Roll Medley, in dem diverse Hamburg/St.Pauli/Reeperbahn Schlager Pop Hits komplett „vermeyert“ wurden. So Banane das auch ist, das Ding fetzt, denn Meyer drücken dem Ganzen einfach ihren einzigartigen Stempel auf.

Unterm Strich ist „Ahugahagahu“ ein enorm rockiges und spaßiges Werk, das seinen Vorgänger mehr als deutlich in den Schatten stellt. Meyer haben ihren Stil gefunden, jeder Schliff sitzt, kein Song ging daneben. Ganze 9 Tracks purer und ausgereifter Rock’n’Roll, gewürzt mit ordentlich Humor, ohne das es je lächerlich wirkt. Die Mischung stimmt, das Album rockt. Ein rundum gelungener Spaß aus dem Norden.

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