Wolfpakk – Wolves Reign

Vor 2 Jahren erst veröffentlichten Wolfpakk ihre „Rise of the Animal“ LP, welche bis dato den absoluten Höhepunkt der Truppe darstellte. Nun zieht das Metal Projekt der beiden Leitwölfe Mark Sweeney (ex – Crystal Ball) und Michael Voss (Mad Max, Michael Schenker) in seine Vierte Runde. Doch galt es auch erstmal einem Mamutwerk („Rise“) mindestens Stand zu halten, wenn nicht gar zu toppen, falls das überhaupt möglich ist.
Kräftige Unterstützung hat man sich bei insgesamt 26 „Gastwölfen“ geholt. So sind auf der aktuellen Platte u.a. Biff Byford (Saxon), George Lynch (Dokken), Ronnie Atkins (Pretty Maids), Rudy Sarzo (Ozzy Osbourne), Tony Harnell (TNT), Chris Holmes (W.A.S.P.), Oliver Hartmann (Avantasia), Timo Somers (Delain), Brad Gillis (Night Ranger), Pasi Rantanen (Thunderstone), Danny Vaughn (Tyketto), Michael Vescera (Yngwie Malmsteen) u.v.a. zu hören. Doch reicht das wirklich? Wir sagen nein!
„Wolves Reign“ kann sich nicht im entferntesten mit „Rise of the Animal“ messen. Der stylisch typisch in die 80er Jahre einzuordnende Opener „Falling“ macht zwar Laune und „Run All Night“ ist auch noch vertretbar, aber mit „Blood Brothers“ (gesungen von Saxons Biff Byford) kommt der erste dämpfer daher. Zwar musikalisch ordentlich, aber das Indianer Getraller nervt mehr, als es überzügt. Der Titeltrack „Wolves Reign“ ist lahm, zäh und nicht überzeugend. „No Remorse“ hingegen ist ganz passabel, hätte aber besser auf einer Avantasia Platte ihren Platz gefunden. „Inside The Animal Mind“, „I’m Onto you“ und „Tomorrowland“ sind komplett überflüssig. Auch die viel zu überlange und überspielte Ballade „Mother Earth“ hätte kein Mensch gebraucht.
Die wirklichen Highlights auf „Wolves Reign“ stellen da eigentlich nur „Scream of the Hawk“ und „The 10 Commandments“ dar. Hier lebt auch der wirkliche Wolfpakk Sound voll auf. Alles andere ist zu sehr in verschiedene Stile der jeweiligen Gast Musiker verschachtelt und überzeugt nur selten.

Unterm Strich eine eher schwache Platte, denn stets nach dem Motto – Viele Köche verderben den Brei – ist es „Wolves Reign“ ergangen. Das Gesamtwerk überzeugt einfach nicht. Zwei starke Songs, zwei Mittelmäßige und alles andere ist nicht der Rede Wert. Hier wäre weniger mehr gewesen, denn so viele Gaststars hätten Wolfpakk sicherlich nicht gebraucht. Ladet euch also lieber bei Amazon die MP3’s von „Scream of the Hawk“ , „The 10 Commandments“ und eventuell noch „Falling“ herunter, mehr lohnt nicht. Als Album ist „Wolves Reign“ eher durchgefallen.

 
Bob Rock
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Guter Heavy Metal ist so rau und durcheinander, dass er dich geradewegs an den Rand des Wahnsinns bringt.

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