Toledo Steel – No Quarter

Retro Metal ist in diesen Tagen wieder angesagt wie nie. Bands die alten Stoff neu beleben und Songs wie in der damaligen Zeit abliefern, schießen aktuell wie Pilze aus dem Boden. So auch die Briten von Toledo Steel, welche sich auf ihrem Debüt mal eben Iron Maiden und Saxon als Vorbild genommen haben und eine Platte im besten NWOBHM Sound veröffentlichen. Vom klassischen Cover, bishin zur damals gewohnten Song Anzahl von schlichten 8 Stück, wirkt „No Quarter“ nicht nur optisch, typisch Old School. Das Album klingt auch wie eine remasterte Perle der 80er Jahre. Der Sound ist authentisch und solide. Fans der alten Schule werden begeistert sein.

Bereits der Opener „Behold the Machine“ weckt Erinnerungen an alte Satan, Battleaxe oder Angel Witch Zeiten und genauso muss der Hase laufen. Beim Titeltrack „No Quarter“ reihen sich neben einem flotten Riff auch tolle WahWah-Solies in die Riege ein. Spätestens jetzt atmet man die puren 80er Jahre durch die Gehörgänge ein. Mehr Retro geht nicht!

„Cemetery Lake“ hingegen wirkt allerdings etwas nicht zu Ende gedacht. Man wird das Gefühl nicht los, das irgendetwas fehlt. Besser funktioniert „Visions in the Fire“, da geht gleich das Riffing ins Ohr, schwächelt aber im Text. Mit „Sight of the Sniper“ knüpfen Toledo Steel aber wieder an erstere Werke an. Solides flottes Riff, die Solos heulen in bester Retro Manier und auch das Songwriting funktioniert wieder. „Rock Nights“ ist heavy und schlicht. Der Song erinnert einwenig an diverse Racer X Scheiben und geht ordentlich ab. 80’s pur!
Ebenso ist „Heavy Metal Headache“ gelungen und zum Schluss gibt es noch einen Ohrwurm mit „When the Night Draws In.“

Unterm Strich vergehen die 8 Songs wie im Flug und man wünscht sich definitiv mehr davon. „Toledo Steel“ beweisen auf „No Quarter“, das sie das Zeug zu echten Retro Metallern haben. Auch wenn noch nicht alles perfekt scheint und sicherlich noch mehr drin gewesen wäre, überzeugen die Briten mit ihrem starken Einstand. Old School Metaller können bedenkenlos zugreifen!

 
Bob Rock
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Guter Heavy Metal ist so rau und durcheinander, dass er dich geradewegs an den Rand des Wahnsinns bringt.

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