The Amorettes – Born to Break

AC/DC’s Erben schießen ja bekanntlich momentan wild aus dem Boden. Neben „Thundermother“ präsentieren sich die etwas älteren „The Amorettes“ als zweite nennenswerte weibliche Fraktion unter den Nachahmern und bringen mit „Born to Break“ ihr schon viertes Studio Album auf den Markt. Das Trio aus Edinburgh ist allerdings schon eine Klasse besser, als ihre Kolleginnen aus Schweden und wirken auf mich persönlich weitaus stimmiger im 3-Akkorde Soundgewand.
Mit dem Opener „Can You Feel The Fire“ wird das neue Album eingeweit. Schlicht aber dennoch ordentlich. Das gleiche lässt sich auch über den Titeltrack „Born to Break“ sagen, welcher aber noch eine zusätzliche Portion Härte und ordentliche Solis aufweisen kann. Spätestens aber „Everything I Learned (I Learned form Rock and Roll)“ haut ordentlich rein. Wumm Wumm Zack, Wumm Wumm Zack. So muss das sein. Allgemein legen The Amorettes einen wuchtigen, ungeschliffen und rohen Rock’n’Roll Sound an den Tag, der fast durchgehend Spaß macht.
„What Ever Gets You Through the Night“ und „You’ve Still Got Rock and Roll“ sind als weitere, stimmige Rocker zu verzeichnen. Das groovige „Easy Tiger“ kommt sogar noch etwas besser, während „Bat Shit Crazy“ wieder ordentlich los böllert. „Coming up the Middle“ überzeugt durch ähnlichen Sound wie „Everything I Learned.“ Grandiose Solis, geiles Riff. Absolut top! Sowas rockt einfach.
Gibt es eigentlich auch Schwächen? Durchaus! „I Want It Bad“ wirkt etwas blass, im Vergleich zu voran gegangenen Krachern un auch „Hell or High Water“ kommt etwas schwach daher. „Hello and Goodbye“ geht sogar völlig unter und wirkt wie ein Fremdkörper auf „Born to Break,“ aber bei lediglich 3 schwachen Songs von 12, gibt es wahrlich keinen Grund zur Klage

Unterm Strich sind The Amorettes auch weiterhin als ganz klare Nummer 1 der weiblichen Rock’n’Roller zu verzeichnen. Während Thundermother nach dem fast kompletten Line Up Wechsel noch ihren Sound wieder suchen, hat das Trio aus England immerhin von Anfang an schon geilere Musik rausgeschossen. „Born to Break“ schließt da nahtlos an und wer sich nicht unbedingt daran stört, das hier Damen am Werk sind, bekommt ordentlichen, rau und ungeschliffenen Rock’n’Roll Sound auf die Lauscher, wie er seit den 70ern kaum noch gespielt wird.

 
Bob Rock
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Guter Heavy Metal ist so rau und durcheinander, dass er dich geradewegs an den Rand des Wahnsinns bringt.

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