Satan – Cruel Magic

New Wave of British Heavy Metal Bands gab es Ende der 70er / Anfang der 80er Jahre wie Sand am Meer. Eine der weniger bekannten, aber dennoch erwähnenswerten Bands aus dieser Zeit sind Satan. Die Jungs haben zwar nur schlappe 5 Alben und massig Demos vorzuweisen, konnten dafür aber im goldenen Zeitalter zwei großartige Scheiben veröffentlichen. „Court in the Act“ (1983) und „Suspended Sentence“ (1987), sollten Fans der alten Zeit auf jeden Fall im Plattenschrank gebunkert haben. Leider konnten Satan die gleiche Qualität nie wieder erreichen. Das aktuelle „Cruel Magic“ atmet zwar audiovisuell enorm den Geist der damaligen Zeit, doch wirken die meisten Songs ziemlich belanglos und uninspirierend. Allein schon der Opener „Into the Mouth of Eternity“ und sowie der darauffolgende Titeltrack „Cruel Magic“ überzeugen überhaupt nicht. Das katastrophale „Ophidian“ kommt einem Katzenjammer gleich und von „My Prophetic Soul“ will ich erst garnicht reden. Immerhin funktionieren „The Doomsday Clock“ und „Legions Hellbound“ zumindest im Ansatz, wirken aber dennoch wie nicht zu Ende gedacht. Auf den ersten brauchbaren Song muss man also eine ganze Weile warten. „Death Knell for a King“ ist zwar kein Meilenstein, aber kann als gelungen angesehen werden. Immerhin klappts beim 7ten Song. Der Rest schleppt sich irgendwie dahin und man ist nach dem 10 Tracks bestückten Album auch letztendlich schon froh, das es zuende ist.

Irgendwie schon verdammt schade, das vom Satan Charakter auf „Cruel Magic“ überhaupt nichts zu finden ist. Bereits bei den ersten Tönen stellt man sich ernsthaft die Frage, ob das noch die gleiche Band ist, die man in den 80ern als echten Geheimtipp gefeiert hat. Insgesamt ist das aktuelle Album entweder verdammt Schwach, oder extrem an meinem persönlichen Geschmack vorbei. Mit Satan Style hat das allerdings nichts mehr zu tun, soviel ist mal sicher.

 
Bob Rock
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Guter Heavy Metal ist so rau und durcheinander, dass er dich geradewegs an den Rand des Wahnsinns bringt.

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