Monument – Hellhound

Die Briten von Monument haben in nur 4 Jahren schon ganze 3 Alben veröffentlicht und damit einen satten Start hingelegt. Der neueste Streich, welcher auf den Namen „Hellhound“ zu hören weiß, ist eine gewohnte Retro Metal Granate, ganz im Stile der NWOBHM Legende Iron Maiden. Wem die alten „eisernen Jungfrauen“ mittlerweile zu lasch geworden sind, weil jene schon seit Ewigkeiten nicht mehr an ihrer alten Klasse anknüpfen können, dem sei diese Kapelle nur wärmstens empfohlen. Die 5 Mannen spielen jene Songs, die Maiden seit fast 30 Jahren nicht mehr veröffentlicht haben. In ungeheuerer Perfektion und mit ordentlich Frischzellenkur im Gepäck, erwecken Monument mehr als nur einen Iron Maiden 2.0. Status, denn eine enorme Eigenständigkeit lässt sich kaum absprechen. Und auch wenn die Unkenrufe ala billige Plagiate wieder nicht ausbleiben werden, können wir allgemein versichern, das diese Truppe alles andere als das ist. Natürlich ist das ganze Zielgruppenorientiert, aber von abkupfern kann nicht die Rede sein, wenn der Sound so erfrischend und weiterentwickelt daher kommt, wie Monument ihn in diesen Tagen spielen. Vieleicht würden Iron Maiden auch heute auch so klingen, wenn sie nicht nach „Fear of the Dark“ aufgehört hätten, gute Musik zu machen. Alleine aus dieser Tatsache heraus, haben neue Wegbereiter auf jeden Fall Gehör verdient und das Monument aktuell die bessere Wahl sind, lässt sich bei aller Liebe nicht abstreiten. Ich persönlich begrüße es immer wieder, das es mehr und mehr solche Bands gibt, welche die gute alte Zeit wieder aufleben lassen. Allein daraus lässt sich unweigerlich ableiten, das der alte Stoff wieder gefragt ist.

Songs wie „The Chalice“, „Death Avenue“, der Titeltrack „Hellhound“, „Wheels of Steel“, oder „Attila“ stellen einen totalen Abgesang auf die Bruce Dickinson Ära dar. Selbst „William Kidd“ ist durchaus gelungen, auch wenn ich persönlich eher die Version „The Ballad of William Kidd“ von Running Wild bevorzuge. Ich bin da einfach zu sehr von (Rock’n‘)Rolf Kasparek verwöhnt. 😉 Dennoch lohnt sich die etwas Maiden lastigere Nummer auf jeden Fall. Mal etwas mehr und mal etwas weniger an Judas Priest angelehnt, können wir auch „Straight through the Heart“ und „Creatures of the Night“ als starke Nummern verzeichnen. Monument halten also nicht immer konsequent an einem Stil fest, wenn auch überwiegend ihre Idole gefeiert werden.

Bei dieser Anzahl an starken Hits, die dem alten NWOBHM wieder neues Leben einhauchen, ist die Sinnhaftigkeit, sowie das Nutzen eines Maiden Covers („Deja Vu“) auf „Hellhound“ natürlich diskutabel. Meiner Meinung nach hätte man sich auf die eigenen Stärken beschränken sollen. Das Rainbow Cover („Long Live Rock’n’Roll“) hätte es da ebenso wenig gebraucht. Da ich aber pinzipiell kein Freund von Cover Versionen bin und dadurch automatisch härter ins Gericht gehe, darf jeder für sich selbst entscheiden, was er davon hält. Nichtsdestotrotz haben Monument wieder mal ein Album rausgeschossen, das sich für Freunde der alten Schule bestens eignet und dem man definitiv eine ganz klare Empfehlung aussprechen kann.

 
Bob Rock
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Guter Heavy Metal ist so rau und durcheinander, dass er dich geradewegs an den Rand des Wahnsinns bringt.

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