Local Bastards – Tod und Freiheit

Heute durfte ich in das neue Album der „Local Bastards“ reinhören und war sofort angefixt. Nach den ersten beiden Alben geht es hier noch wilder zu und die „Mistkerle“ aus Frankfurt haben absolut nicht zuviel versprochen. Während in diesem Jahr andere Größen im Deutschrock Sektor ihre neuen Alben mit Phrasen bewarben, die nicht mal im entferntesten eingehalten wurden, kommt der „Bastard Rock“ doch sehr erfrischend und ehrlich daher. „Tod oder Freiheit“ heißt das neue Werk, welches übrigens am 13.07. über unseren Partner „Metalspiesser Records“ veröffentlicht wird. Die Songs donnern allesamt wie ein Orkan und erinnern an den Sound der Onkelz in den 90er Jahren. „Auf die Dauer hilft nur Power“ – an das eigene Motto halten sich die vier Jungs weiterhin zu 100%. Bereits der Eröffnungssong „Die Fäuste Hoch“ überrollt den Hörer wie eine Dampflok. Eine verdammt geile Mitgröhl Hymne, mit der die Bastards das neue Album einleuten und es geht gleich genauso stark weiter. „Des Bastards Reine Seele“ bleibt ebenso im Ohr hängen, wie „Dein letzter Traum“. Letztgenannter bringt durch Midtempo Rythmus einwenig Abwechslung, doch zum Luft holen bleibt nicht wirklich Zeit. Richtig flott geht es mit „Die Welt steht Still“ gleich weiter, was einfach nur zum Headbangen einläd. „Tod oder Freiheit“ besticht mit einer tollen Melodie und bremst nochmal einwenig den rollenden Zug. Mit „Wie ein Bruder“ treten die Bastards aber gleich wieder aufs Gas. Tolle Solis und weiter schön laut. „Nichts was uns hält“ stellt für mich eine weitere Mitgröhl Hymne dar. Kommt Live sicher richtig geil. Es ist wirklich erstaunlich was für musikalische Bretter die Bastards auf diesem Album haben. „So wie du bist“ ist ein rythmisches Donnerwetter mit Moshpit Garantie, „Willkommen in der Wirklichkeit“ hingegen wieder ein harter Ohrwurm. „Wo du stehst“ tut sich für mein Empfinden anfangs einwenig schwer, wird aber mit Zunahme der Laufzeit richtig stark und mit „Vollgas ohne Ende“ kommt ein Gassenhauer daher, der die Pogo Tänzer keinesfalls still stehen lässt. Eigentlich hätte das Album ruhig hier enden können, denn den einzig schwachen Song haben sich die Bastards für den Schluss aufgehoben. „Liebficken“ ist eine Cover Version der Band Sofaplanet. Der Song passt meiner Meinung nach einfach garnicht zu der Band und das Cover macht ihn auch nicht wirklich besser. Wahrscheinlich als Spaßnummer gedacht, kann man sowas schon mal machen, aber ob man das wirklich braucht, darüber kann man natürlich streiten.

Fazit:

„Tod oder Freiheit“ ist ein verdammt geiles Album geworden. Harter Sound, richtig gute Solos und starke Texte. Über allem weht irgendwo die Fahne der Böhsen Onkelz und das ist auch gut so. Den Cover Song hätte man sich jedoch sparen können, weil er weder zum Album, noch zur Band passt, aber das macht „Tod oder Freiheit“ kein Stück schlechter, welches für mich auch das bisher beste Album der Bastards darstellt. Bitte mehr davon!

 

 
Sari Louvre
Über Sari Louvre 68 Artikel
Manchmal musst du das Chaos nur ein bisschen schütteln, um ein Wunder daraus zu machen.

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