GWAR – Blood of the Gods

Wer geglaubt hat, das die US Schock Rocker von GWAR den tragischen Heroin Tod von Oderus Urungus nicht überstehen würden, liegt deutlich falsch. Fans der alten Spinner Brigade im typischen Monstershow Gewand, müssen sich nicht die geringsten Sorgen machen. Auch nach fast 30 Jahren ihrer außerirdischen Existenz, hat man noch längst nicht alles von den Metal Monstern gehört. Interplanetarischer Thrash Metal, gepaart mit feinsinnigen (ja wirklich!) Melodien und der typischen Prise GWAR. Völlig irre und trotzdem geil. „The Blood of Gods“ gehört musikalisch definitiv zu den stärksten Scheiben der abgedrehten Blut und Sperma Killerhorde, denn so stark waren sie schon lange nicht mehr. Das aktuelle Album besticht neben der Fäkalsprache, Urin Duschen und Satanismus vorallem durch sehr abwechslungsreiches Riffing und geradliniger Strukturierung. „War On GWAR“, „I’ll Be Your Monster“ und „Fuck This Place“ sind nur wenige Highlights der meuchelnden Antichristen und selbst für eine blasphemische Cover Version AC/DC’s „If you want Blood“, waren sich die Ungeheuer nicht zu schade. Genauere Beschreibungen sind ohnehin sinnlos. GWAR muss man erleben und sich vorallem auf die abgefuckte Mukke einlassen. Spaß kann man aber auch ganz automatisch – selbst als Nicht-Fan – mit „The Blood of the Gods“ haben, ansonsten wird man Standardsgemäß von Balsac the Jaws of Death auf sadomasochistische Art hingerichtet. 😉

Wer sich von GWAR noch nicht Live mit nachgemachten, abartigen Körperflüssigkeiten hat besudeln lassen, kann zumindest den Wahnsinn auf Platte nachholen und sich „The Blood of the Gods“ geben. Das neue Album ist zwar längst nicht die verrückteste Scheibe der Gummi Proleten, bringt aber guten Thrash Metal mit.

 
Bob Rock
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Guter Heavy Metal ist so rau und durcheinander, dass er dich geradewegs an den Rand des Wahnsinns bringt.

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