Battle Beast – Bringer of Pain

Battle Beast kehren mit ihrer vierten Scheibe zurück. Lange blieb es fraglich, ob der Massentaugliche Durchhänger „Unholy Savior“ mit dem neuen Werk ausgemerzt wird. Leider kann man diese Frage mittlerweile nur mit Nein beantworten, denn die Band versinkt weiter im Symphonic Power Pop Metal, den im Grunde keiner hören will. Mit „Steel“ und dem selbstbetitelten „Battle Beast“ lieferten Sängerin Noora Louhimo, die stark an alte Zeiten von Doro Pesch erinnert und ihre Mannen, wahre 80er Jahre Retro Metal Scheiben ab. DAS waren Platten die das Metal Herz höher schlagen lassen und dann kam das große Geld und irgendwelche Plattenfirmen die alles verweichlichen müssen. Es ist wirklich eine Schande, wie der Metal durch dieses gängige Szenario verwurstet wird. So ist „Bringer of Pain“ sogar noch eine Stufe peinlicher geraten, als es der Vorgänger „Unholy Savior“ bereits war. Und mit „Dancing in the Beast“ oder „Far From Heaven“, haben sie sich endgültig vom Metal verabschiedet. Man könnte meinen Samantha Fox ist zurück. Sowas gehört doch nicht auf einem Metal Album!? Ach ne, wir haben hier ja auch mittlerweile Synthie Pop mit anleihen von Metal vorliegen. Nach einst 2 großartigen Alben soll man sich damit abfinden, das immer mehr Synthies und Keyboards die Songs dominieren. Nichtmal mehr die Drums knallen ordentlich, sondern erinnern mehr an simple Techno Beats. Da kommt die Aussage auf der Hauseigenen Website „100% Heavy Metal – 0% Bullshit“, einer äußerst fragwürdigen Ironie gleich, denn 50% Heavy Metal – 50% Bullshit wäre die passendere Aussage gewesen. Mit diesem weichgespülten Mist werden wohl nur die typischen Pop Fans etwas anfangen können. Jene würden wohl noch nicht einmal mit der Wimper zucken, wenn Battle Beast bald im Lokalradio laufen, aber der geneigte Metal Fan wird solche Werke eher den Rücken zudrehen.

Es bringt einfach nichts, die einzelnen Tracks intensiver durch zu sprechen, denn sie sind alle scheiße! Wer die Limited Edition kauft, bekommt immerhin noch 3 Bonus Songs spendiert, von denen auch nur 2 zu gebrauchen sind. Jene trösten allerdings auch nicht über ein grottiges Album hinweg, zumal diese ebenfalls nicht an die alte Klasse heran reichen.
Aus der Kategorie Kaufen oder Kotzen gibt es von mir hier ein eindeutiges KOTZEN!
Total vergeigt und nicht der Rede Wert. Battle Beast schaffen sich mehr und mehr selbst ab. Verdammt schade.

 
Bob Rock
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Guter Heavy Metal ist so rau und durcheinander, dass er dich geradewegs an den Rand des Wahnsinns bringt.

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